Kompass

von Mathias Enard

Die Faszination der Europäer für die Kulturen der arabischen Welt ist Gegenstand des Romans „Kompass“. Der Autor Mathias Enard geht dabei weit in die Geschichte zurück. Er stellt heraus, wie fruchtbar die Begegnung der arabischen und osmanischen Hochkultur mit der westlichen Kultur einst war.

Während einer schlaflosen Nacht blickt die Hauptfigur Franz Ritter auf seine unerfüllte Liebe zu Sarah und ihre gemeinsame Zeit in arabischen Ländern zurück. Er liest alte E-Mails von ihr, die erst in Teheran, Beirut und Damaskus forschte und sich schließlich in einem buddhistischen Kloster niederließ. Dabei ist beides – die Orient-Sehnsucht und die Liebe zu Sarah – die Suche nach einem „Kompass“ im Leben.

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Der letzte Granatapfel

von Bachtyar Ali

gelesen
„Er ging, und ich musste warten. Ein Warten wie in den ersten Jahren meiner Gefangenschaft, als ich noch ein unerfahrener Gefangener war und die Tage, Wochen und Monate zählte. Ah, es gibt keine schwierigere Kunst, als dir selbst beizubringen, nicht zu warten. Was ist der Mensch doch für ein schwaches Wesen, ständig wartet es auf etwas. Bis zum Jüngsten Tag wartet es auf die versprochene Belohnung, die niemals kommt, denn sie ist eine Lüge. Heute Nacht aber sage ich euch, dass der Mensch ohne Warten ein Nichts ist und zusammenbricht. Ohne das Warten ist er für immer verloren.”

eingeschätzt
ein absolut magischer Roman über Flucht, Freiheit und die ewige Suche – geschrieben von einem kurdischen Autor, der in Deutschland seine zweite Heimat gefunden hat

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