Oben ist es still

von Gerbrand Bakker

Am Anfang
„Ich habe Vater nach oben geschafft. Nachdem ich ihn auf einen Stuhl gesetzt hatte, habe ich das Bett zerlegt. Wie er auf dem Stuhl saß, erinnerte er an ein wenige Minuten altes Kalb, noch bevor es saubergeleckt ist; mit unkontrolliert wackelndem Kopf und einem Blick, der nichts festhält. Ich habe die Wolldecken, Betttücher und die Moltondecke von der Matratze gezerrt, die Matratze und die Bodenbretter hochkant an die Wand gelehnt und Kopf- und Fußteil von den Seitenteilen abgeschraubt. Dabei versuchte ich möglichst durch den Mund zu atmen. Das Zimmer oben – mein Zimmer – hatte ich schon leergeräumt.
»Was machst du?« fragte er.
»Du ziehst um«, sagte ich.
»Ich will hierbleiben.«
»Nein.«“

Am Ende
… ist der Ich-Erzähler allein und befreit und der Leser betrübt, weil er diese kleine große Welt verlassen muss. Ein phantastisches Buch.

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