Kompass

von Mathias Enard

Die Faszination der Europäer für die Kulturen der arabischen Welt ist Gegenstand des Romans „Kompass“. Der Autor Mathias Enard geht dabei weit in die Geschichte zurück. Er stellt heraus, wie fruchtbar die Begegnung der arabischen und osmanischen Hochkultur mit der westlichen Kultur einst war.

Während einer schlaflosen Nacht blickt die Hauptfigur Franz Ritter auf seine unerfüllte Liebe zu Sarah und ihre gemeinsame Zeit in arabischen Ländern zurück. Er liest alte E-Mails von ihr, die erst in Teheran, Beirut und Damaskus forschte und sich schließlich in einem buddhistischen Kloster niederließ. Dabei ist beides – die Orient-Sehnsucht und die Liebe zu Sarah – die Suche nach einem „Kompass“ im Leben.

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Wir Ertrunkenen

von Carsten Jensen

gelesen
„Laurids Madsen war im Himmel gewesen, doch dank seiner Stiefel war er auch wieder heruntergekommen.
Er war nicht bis hoch zum Masttopp geflogen, eher so auf die Höhe der Großrahe eines Vollschiffs. Er hatte am Tor zum Paradies gestanden und den heiligen Petrus gesehen, doch es war nur der Arsch, den der Hüter der Pforte zum Jenseits ihm gezeigt hatte.
Laurids Madsen hätte tot sein sollen. Aber der Tod hatte ihn nicht gewollt, und so wurde er ein anderer.

eingeschätzt
Der Roman beginnt am Gründonnerstag des Jahres 1849 und endet mit der deutschen Kapitulation 1945 – dazwischen gibt es Seemannsgarn vom Allerfeinsten!

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