Die Spur des Teufels

von John Burnside

Am Anfang
„In Coldhaven, einem kleinen Fischernest an der Ostküste Schottlands, wachten die Menschen vor langer Zeit an einem düsteren Morgen Mitte Dezember auf und sahen nicht nur, dass ihre Häuser tief und traumverloren unter eine so dicken Decke Schnee begraben lagen, wie sie nur ein- oder zweimal in jeder Generation ausgebreitet wird, sondern dass darüber hinaus, während sie geschlafen hatten, etwas Seltsames geschehen war, etwas, was sie sich nur mit Geschichten und Gerüchten zu erklären wussten, die sie allerdings, da sie ein braves und gottesfürchtiges Volk waren, höchst ungern weitererzählten, Geschichten, in denen der Teufel vorkam oder ein Gespenst, Geschichten, die widerstrebend eine verborgene Macht in der Welt anerkannten, deren Vorhandensein sie die meiste Zeit lieber ignorierten. ”

Am Ende
… ist man fasziniert dem Teufel gefolgt und bleibt irritiert, aber auch beglückt zurück.


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Das Zimmer

von Andreas Maier

gelesen
„Mein Onkel lebte nicht gesund, das kann man nicht sagen, allerdings war es damals auch noch nicht so in Mode, gesund zu leben, man durfte sich die eigene Todesart fast noch aussuchen, und es war meistens die eigene Lebensart. … Mein Onkel rauchte zu seinen besten Zeiten drei Päckchen am Tag, wie viele damals. Erst der Filter hatte das massenhafte Zigarettenrauchen möglich gemacht. Er machte alles so leicht. Zum täglichen Lebensbild Deutschlands gehörte dazu, daß das Land dampfte. Und bis heute glaube ich, daß jede dieser Filterzigaretten eine Depression aufhob. Deshalb das Gefühl des Schwebens, das sich einstellt beim Zug an der Filterzigarette.“

verstanden
Ein Stück Provinz in Deutschland im Jahr 1969, einen Außenseiter und warum Ortsumgehungen für den einen verhasst und für den anderen eine Offenbarung sind.

eingeschätzt
Andreas Maier ist ein sehr lesenswerter Heimataktivist – und bleibt es auch über die Romane Das Haus, Die Straße, Der Ort.