Ein wenig Leben

von Hanya Yanagihara

gelesen
„Er sprach Deutsch und Französisch. Er kannte das Periodensystem auswendig. Er konnte – ohne es zu wollen – große Teile der Bibel nahezu lückenlos aus dem Gedächtnis aufsagen. Er hätte bei der Geburt eines Kalbes helfen, eine Lampe anschließen, einen Abfluss reinigen und einen Walnussbaum auf die effizienteste Weise abernten können; er wusste, welche Pilze giftig waren und welche nicht, wie man Heuballen machte, wie man durch Klopfen herausfand, ob eine Wassermelone, ein Apfel, ein Kürbis oder eine Zuckermelone reif waren. (Und dann wusste er noch Dinge, die er lieber nicht gewusst hätte, Dinge, von denen er hoffentlich nie wieder Gebrauch würde machen müssen, Dinge, die ihn sich, wenn er an sie dachte oder nachts von ihnen träumte, vor Hass und Scham krümmen ließen.)”

eingeschätzt
Der Roman wird hymnisch gefeiert, hier nicht: viel zu viel des Bösen und viel zu viel des Guten und damit übersteigt er die Grenze zum Kitsch; teilweise mitreißend erzählt, aber auch unglaublich erschöpfend über fast 1000 Seiten.

www.hanser-literaturverlage.de

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