Die grauen Seelen

von Philippe Claudel

gelesen

„Der Wirt ist ein schwerer Mann, bleich wie ein Chicorée, mit einem Mund voll schlechter Zähne. Er heißt Bourrache. Er ist nicht besonders schlau, aber er weiß, wo das Geld herkommt. Das ist seine Natur. Es ist nicht seine Schuld. Er trägt immer eine große Schürze aus blauem Leintuch, die ihm das Aussehen eines gegürteten Fasses verleiht. Früher hatte er eine Frau, die nie das Bett verließ, wegen einer Mattigkeit, wie man das in unserer Gehend nennt, wo man häufig beobachten kann, dass gewisse Frauen den Novembernebel mit ihrer eigenen Verzweiflung verwechseln. Später ist sie verstorben, weniger an ihrer Krankheit, der sie sicher unrettbar verfallen war, als wegen dem, was geschehen ist, wegen der Affäre.“

eingeschätzt

Winter 1917, ein französisches Dorf, der Krieg ist nah, aber nur Kulisse, denn hier führt jeder seinen eigenen Krieg. Spannend wie ein Krimi.

www.rowohlt.de

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3 Kommentare zu „Die grauen Seelen“

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