Ein untadeliger Mann

von Jane Gardam

gelesen

„Er war sagenhaft sauber. Geradezu ostentativ sauber. Der Rand seiner Fingernägel war reinweiß. Die wenigen Haare unter seinen Fingerknöcheln waren immer noch golden und wirkten stets wie frisch shamponiert, ebenso wie sein lockiges, immer noch rötlich braunes Haupthaar. Seine Schuhe glänzten wie Kastanien. Seine Kleidung war immer frisch gebügelt. Er hatte die Eleganz der zwanziger Jahre, denn seine Kleider, wie auch immer sie bei näherer Betrachtung aussahen, passten zu ihm. Stets ein viktorianisches Seidentuch in der Brusttasche. Stets gelbe Baumwoll- oder Seidensocken von Harrods; manch ein Stück, das er noch aus dem fernen Osten hatte, war immer noch perfekt. Seine Haut war rein und wirkte bei schlechter Beleuchtung immer noch jung.”

eingeschätzt

Hier wird reisend und rückblickend ein ‚untadeliger’ Mann zum ‚tadeligen’ Mann, eine reiche Gesellschaft zu einer armen Gesellschaft, die ihre Kinder verrät – sehr lesenswert!

hanser-literaturverlage.de

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1 Kommentar zu „Ein untadeliger Mann“

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