Winter in Maine

von Gerard Donovan

gelesen
„Als ich noch klein war, hörte ich auf der Farm einmal einen Besucher sagen, es sei unnatürlich, wie wir unsere Enten vor Raubtieren schützten, in der wirklichen Welt müssten sie sich selbst durchschlagen, und das Gesetz der Natur bervorzuge die Starken. An jenem Tag schien die Sonne, und die Enten saßen mit gebogenen Hälsen im Wasser des umgedrehten Mülltonnendeckels und schliefen. Mein Vater hörte nickend zu, bot dem Besucher eine weitere Tasse Tee an und unterhielt sich noch eine Weile mit ihm.
Dann sagte er: Sie haben sicher nichts dagegen, dass ich, wenn Sie Ihren Tee ausgetrunken haben – er deutete auf die Tasse – , ins Haus gehe, eine Flinte hole und Sie erschieße.“
Ich verstehe nicht, sagte der Mann und setzte sich anders hin.
Müssten Sie aber, sagte mein Vater. Denn ich habe eine Flinte und Sie nicht, also bin ich stärker als Sie und kann Sie Ihrer Philosophie zufolge erschießen.“

verstanden
„Man kann nicht ans Überleben des Stärkeren glauben, aber erst bestimmen wollen, wer der Stärkere ist“.

eingeschätzt
dicht und atmosphärisch – lesenswert

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3 Kommentare zu „Winter in Maine“

  1. Apropos Cormac McCarthy, ich habe vergeblich versucht „All the Pretty Horses“ anzuhören (CD) und nichts verstanden. Werde erst mal bei Wikipedia nachlesen, worum es geht und es dann noch mal versuchen.

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