Kapital

von John Lanchester

gelesen
„Roger hasste diese unheimlichen Karten, die andauernd in seinem Briefkasten landeten, die Karten, auf denen WIR WOLLEN WAS IHR HABT stand. Sie hatten sich in seinem Kopf eingenistet und richteten dort allmählich ziemlichen Schaden an. Er kam sich so vor, als stünde er unter Überwachung, als würde man ihn beobachten, weil man etwas Böses plante. Und er hatte das Gefühl, dass man ihn beneidete, aber es war nicht die Art von Neid, die einen bestätigte und einem das wohlige Gefühl gab, erfolgreich zu sein. Auf diese Art beneidet zu werden war etwas, das Roger genoss. Der Gedanke, dass sich andere Menschen wünschten, sie verfügten über genauso viel materiellen Reichtum wie er, war eine Vorstellung, an der man sich gemütlich wärmen konnte wie an einem lustig flackernden Kaminfeuer. Aber diese Sache hier war anders. Es war eher so, als würde ihn jemand Tag und Nacht im Auge behalten und ihm insgeheim die übelsten Dinge an den Hals wünschen.“

verstanden
Das Geld als Motor für Angst, Gier und Neid zeigt der Turbokapitalismus. Ein mittleres, sicheres Einkommen als Garant für Zufriedenheit zeigt die Glücksforschung.

eingeschätzt
an die 800 Seiten starke und unterschiedlichste Lebensgeschichten – sehr lesenswert

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2 Kommentare zu „Kapital“

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