Der Circle

von Dave Eggers

„‚(…) aber Papier ist für mich ein Problem, weil damit jede Kommunikation stirbt. Es hat kein Potenzial zu Kontinuität. Du guckst auf deine Papierbroschüre, und damit hört es auf. Es hört auf mit dir. Als wärst du der einzige Mensch, der zählt. Aber stell dir vor, wie es wäre, wenn du alles dokumentiert hättest. Wenn du ein Tool benutzt hättest, um jeden Vogel, den du siehst, zu identifizieren, dann hätte jeder was davon gehabt – Naturforscher, Studenten, Historiker, die Küstenwache. Dann könnte jeder wissen, was für Vögel an dem Tag in der Bucht waren. Es ist einfach zum Verrücktwerden, wie viel Wissen tagtäglich durch diese Art von Kurzsichtigkeit verloren geht. Und ich will es nicht egoistisch nennen, aber -‚“

verstanden
„Privatsphäre ist Diebstahl“, so heißt es weiter, und es interessiert nicht, was du erlebst, sondern nur das, was du davon digital erzählen kannst. In Eggers Circle aus Selbstoptimierung, Transparenz, Überwachung und sozialem Netzwerken sind wir schon lange drin und nur wenige Klicks von seiner „Vollendung“ entfernt.

eingeschätzt
Ein Pageturner, ohne Zweifel, leider aber überladen mit flachen Handlungssträngen. Besser sind seine Bücher Weit gegangen, Zeitoun oder Hologramm für einen König.

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3 Gedanken zu „Der Circle

  1. Ich hatte eine sehr positive Kritik zu The Circle gelesen aber genau das Gefühl der Überladenheit gehabt, das du hier beschreibst. Das lese ich nicht! Ha! Danke!

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