Die Frau meines Vaters. Erinnerungen an Ulrike

von Anja Röhl

gelesen
„Das Mädchen liest jetzt auch, was Ulrike in der Zeitung schreibt. Sie versteht nicht alles, aber dass sie für die Menschen und deren Freiheit eintritt, für Gerechtigkeit und gegen Waffen, Gewalt und Krieg, das versteht sie. Sie findet gut, was Ulrike schreibt, weil sie niemandem die Schuld gibt, sondern die Dinge erklärt. Durch Erklären kann man lernen. Wenn man lernt, kann man es besser machen.
Ulrike fragt das Mädchen, immer, wie es ihr geht, was die Schule macht, ob sie nette oder blöde Lehrer hat. Niemand sonst von den Erwachsenen fragt solche Sachen. Sie hört zu, wenn das Mädchen erzählt, hört sich ihre Meinung an. Immer während der Autofahrten. Durch die ganze Stadt müssen sie fahren von Lurup nach Barmbek, und wenn sie ankommen, fühlt sich das Mädchen, als sei sie gewachsen. Mit Ulrike zu sprechen, macht das Mädchen stärker.“

verstanden
Angst, Schuld, Strafe, Gewalt – das sind die Kindheits- und Jugendthemen Anja Röhls und vieler anderer in der frühen und engen Bundesrepublik Deutschland. Nur bekommt Anja Röhl eine Perspektive durch Ulrike, Ulrike Meinhof.

eingeschätzt
So leise sind dunkle Erinnerungen selten zu lesen.

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4 Kommentare zu „Die Frau meines Vaters. Erinnerungen an Ulrike“

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