Das Herz aller Dinge

von Graham Greene

gelesen
„Auch wenn er gewußt hätte, was daraus entstehen sollte, hätte er dieses Versprechen gegeben. Seit jeher war er bereit gewesen, die Verantwortung für sein Handeln zu tragen; und seit er das schreckliche, heimliche Gelübde abgelegt hatte, für ihr Glück zu sorgen, war ihm immer so halb und halb bewußt gewesen, wie weit dieser Vorsatz ihn vielleicht treiben würde. Verzweiflung ist der Preis dafür, daß man sich ein unerreichbares Ziel gesteckt hat. Es ist, so sagt man, die unverzeihliche Sünde, aber eine Sünde, die der unredliche, der verworfene Mensch nie begeht. Er erreicht nie den Gefrierpunkt, wo man begreift, daß man versagt hat. Nur der Mensch, der guten Willens ist, trägt im Herzen stets die Fähigkeit, sich selbst zu verdammen.“

verstanden
Ein Mann zwischen zwei fragwürdigen Frauen, zwischen Unaufrichtigkeit und katholischem Glauben: Das Leben und Sterben des Major Scobie bildet einen starken Kontrast zur Unverbindlichkeit heutigen Handelns.

eingeschätzt
Sehr lesenswerter Klassiker – dazu Gin Tonic trinken

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3 Comments

  1. Liest es sich so tragisch wie es klingt?
    A Burnt-Out Case von Graham Greene steht auf meiner Liste, soll auch lesenswert sein. Burn-out, schon 1960 beschrieben.

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