Maurice

von E. M. Forster

gelesen
„Clive gab diesem neuen Lebensgefühl nicht kampflos nach. Er glaubte an den Verstand und versuchte, sich in den alten Gemütszustand zurückzudenken. Er wandte seine Augen von den Frauen ab und versteckte sich, als dies fehlschlug, hinter kindischen und unüberlegten Ausflüchten. Die eine war die Reise nach Griechenland, die andere …, er konnte sich nur mit Abscheu daran erinnern. Nicht einmal wenn alle Gefühle versiegt wären, würde dies der Fall sein. Er bedauerte es zutiefst, da Maurice ihm jetzt körperliches Unbehagen einflößte, was die Zukunft noch schwieriger erscheinen ließ, wollte er doch mit seinem früheren Geliebten befreundet bleiben und ihm während der nahenden Katastrophe beistehen. Es war alles so kompliziert. Wenn die Liebe von einem weicht, wird sie nicht als Liebe erinnert, sondern als etwas anderes. Glücklich die Stumpfsinnigen, die sie ganz und gar vergessen und sich nie mehr an den früheren Rausch oder das vergangene Begehren erinnern, an lange, ziellose Gespräche.“

verstanden
fern vom Sozialkitsch berührt diese Liebesgeschichte zwischen zwei Männern – Stumpfsinnige ausgenommen

eingeschätzt
lesen – ins Regal – verschenken – mein Beitrag zur WM: hier gibt es wirklich starke Männer

Werbeanzeigen

6 Kommentare zu „Maurice“

  1. “Wenn die Liebe von einem weicht, wird sie nicht als Liebe erinnert, sondern als etwas anderes.” Manchmal braucht man kein Buch. Manchmal reicht ein Satz.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s