Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand

von Harald Welzer

gelesen
„Ein Marketing-Mann von Harley-Davidson hat einmal gesagt: „Bei Harley kaufen sie ein Lebensgefühl und bekommen noch kostenlos ein Motorrad dazu.“ Als Kunde von Lifestyle-Anbietern sind Sie längst Teil der Benutzeroberfläche von Unternehmensstrategien geworden, die Sie als ihr eigentliches Produkt erfunden haben: als unablässiger Neu-Bedürfnis-Haber, dem man in immer kürzeren Zeitabständen immer mehr Neues andreht. (…) Mich verstört der leichtherzige Verzicht auf Freiheit und das freimütige Eintauschen von Autonomie gegen Produkte auch deswegen, weil hier ohne Not preisgegeben wird, was der wirkliche historische Gewinn des Aufstiegs der frühindustrialistischen Gesellschaften war. Das ist nicht primär der Wohlstand, der ja hinsichtlich seines Mehrwerts an Glück ab einem bestimmten Niveau ziemlich begrenzt ist, sondern eben das: bürgerliche Rechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Bildungs- und Gesundheitsversorgung.“

verstanden
Das Buch öffnet den Blick für ein anderes, besseres Leben – ohne den moralischen Zeigefinger zu heben.

eingeschätzt
für die Verzichtsdebatte unverzichtbar

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1 Kommentar zu „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“

  1. Vor ein paar Minuten habe ich ein anderes Verzichts-Zitat von Welzer gelesen: „Warum verzichten wir denn jetzt? Zum Beispiel auf eine Stadt ohne Autos, wo Sie öffentlichen Raum benutzen können, ohne totgefahren zu werden, und wo Sie keinen Lärm haben.“

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